Reduzierung der Wolfsbestände notwendig

Die neuesten Risse aus dem Dezember an Herden bei Spohla und Niesky zeigen deutlich, dass die √úbergriffe der Raubtiere auch in den √§lteren Wolfgebieten nicht zur√ľckgehen. Dabei waren alle Herden vorschriftsm√§√üig gesch√ľtzt.



Patricia Wissel MdL, Mitglied des Ausschusses f√ľr Umwelt und Landwirtschaft sagt: ‚ÄěDie Ereignisse zeigen leider, dass es eine Illusion der Wolfslobby ist, dass sich die Wolfsrisse reduzieren. Der Freistaat Sachsen war das erste Bundesland, in dem sich W√∂lfe vor mehr als 20 Jahren selbst√§ndig wieder angesiedelt haben - seitdem gibt es wiederkehrend erhebliche Sch√§den durch Wolfsrisse in Nutztierherden. Dabei wurden selbst in Ortslagen wiederholt einzelne W√∂lfe gesichtet. Wir m√ľssen einerseits weiterhin die Unterst√ľtzungsleistungen f√ľr Tierhalter verbessern, doch das reicht nicht aus. Es muss hier auch das Jagdrecht greifen, welches die Aufgabe hat, Wildsch√§den durch √ľberh√∂hte Wildbest√§nde zu regulieren. Wie bei Rotwild, Rehen und Schweinen mu√ü dies auch bei den W√∂lfen m√∂glich sein. Um dies zuk√ľnftig rechtssicherer zu gestalten, wird es eine neue Wolfsmanagementverordnung geben.‚Äú



Parallel konnte ein Erfolg auf europ√§ischer Ebene zur besseren Unterst√ľtzung des Herdenschutzes verzeichnet werden. Der Freistaat Sachsen wird zuk√ľnftig f√ľr Investitionen in den Schutz von Schafen, Ziegen und Gatterwild vor W√∂lfen eine F√∂rderung zu 100 Prozent der Kosten gew√§hren. Das S√§chsische Staatsministerium f√ľr Umwelt und Landwirtschaft geht davon aus, dass die Europ√§ische Kommission im Laufe des ersten Quartals 2019 die Genehmigung erteilen wird. Ab sofort k√∂nnen die Tierhalter w√§hlen, ob sie den erh√∂hten F√∂rdersatz beantragen und auf die Bewilligung warten wollen, bis die Genehmigung der Europ√§ischen Kommission vorliegt, oder ob sie den aktuell g√ľltigen F√∂rdersatz von 80 Prozent der Nettokosten beantragen und die Bewilligung umgehend nach erfolgter Pr√ľfung des Antrages erhalten. Seit dem Jahr 2015 hat der Freistaat Sachsen bereits 1 472 Wolfspr√§ventionsma√ünahmen mit einem Gesamtmittelvolumen von rund 1,1 Millionen Euro gef√∂rdert.