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Freistaat bringt Sonderfonds fĂŒr Kulturveranstalter auf den Weg

Sachsen startet jetzt die Umsetzung des Sonderfonds fĂŒr Kulturveranstaltungen des Bundes. Die SĂ€chsische Staatsministerin fĂŒr Kultur und Tourismus Barbara Klepsch wird mit dem Bund eine Vereinbarung dazu abschließen. Der Vereinbarung hat das SĂ€chsische Kabinett am 01. Juni 2021 zugestimmt. Bewilligungsstelle im Freistaat Sachsen soll die SĂ€chsische Aufbaubank (SAB) sein. Der Bund stellt mit dem Sonderfonds insgesamt 2,5 Milliarden Euro fĂŒr Veranstalter bereit. Die Förderung erfolgt nach dem so genannten »Windhund-Prinzip«. AntrĂ€ge können voraussichtlich ab dem 15. Juni 2021 fĂŒr Veranstaltungen, die ab dem 1. Juli 2021 stattfinden, auf der zentralen Antragsplattform des Bundes gestellt werden.

»Die Corona-Pandemie hat zu schweren EinschrĂ€nkungen des kulturellen Lebens gefĂŒhrt. Kulturveranstaltungen konnten und können ĂŒber Monate hinweg gar nicht oder nur stark eingeschrĂ€nkt durchgefĂŒhrt werden. Auch wenn Kulturveranstaltungen durch die gesunkenen Infektionszahlen wieder stattfinden können, wird dies zunĂ€chst nur mit Hygieneauflagen und verminderten Teilnehmerzahlen möglich sein, was die Wirtschaftlichkeit beeintrĂ€chtigt. Daher bin ich sehr froh, dass der Bund mit dem Sonderfonds die HĂ€rten fĂŒr die Kulturveranstalter ausgleicht sowie fĂŒr pandemiebedingte Absagen entschĂ€digt. Wir tun jetzt alles dafĂŒr, den Sonderfonds in Sachsen auf den Weg zu bringen«, betont Kulturministerin Barbara Klepsch.

Der Sonderfonds unterstĂŒtzt die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen mit zwei zentralen Bausteinen: Zum einen einer Wirtschaftlichkeitshilfe fĂŒr kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung coronabedingter Hygienebestimmungen der LĂ€nder mit reduziertem Publikum stattfinden. Damit können KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler ebenso wie die Veranstalter nun den Wiederanlauf planen. Der zweite Baustein ist eine Ausfallabsicherung fĂŒr grĂ¶ĂŸere Kulturveranstaltungen, die fĂŒr die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit ĂŒber 2.000 Besucherinnen und Besuchern, die einen langen Planungsvorlauf benötigen.

Gefördert werden können beispielsweise Konzerte, Festivals, Opern, Tanz, Film, Theater, Darstellende Kunst, Musicals, Comedy, Ausstellungen, Lesungen, und Àhnliche kulturelle AktivitÀten.

Die Wirtschaftlichkeitshilfe fördert die Erlöse aus den ersten 500 bzw. 1.000 verkauften Tickets um jeweils bis zu 100 Prozent zusĂ€tzlich zu den Verkaufseinnahmen, sofern die Unterauslastung zwischen 25 und 80 Prozent der normalen PlatzkapazitĂ€ten betrĂ€gt – mit einer maximalen Fördersumme von 100.000 Euro pro Veranstaltung. Bei besonders strengen Hygieneauflagen und einer Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden auf unter 25 Prozent der Maximalauslastung kann der Zuschuss aus dem Sonderfonds bis zur Höhe der doppelten Ticketeinnahmen Tickets ansteigen. Diese Hilfe soll ab dem 1. Juli fĂŒr Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern starten und ab dem 1. August fĂŒr Veranstaltungen mit maximal 2.000 Besuchern erweitert werden. Die Wirtschaftlichkeitshilfe kann fĂŒr Veranstaltungen, die bis zum 31. MĂ€rz 2022 stattfinden, in Anspruch genommen werden.
Die Ausfallabsicherung können Veranstalter erhalten, deren Kulturveranstaltungen mit einer VeranstaltungsgrĂ¶ĂŸe von mehr als 2.000 Teilnehmern bei pandemiebedingt reduzierter Auslastung coronabedingt (teil-)abgesagt oder verschoben werden. Die Ausfallabsicherung wird am 1. September 2021 starten und am 31. Dezember 2022 auslaufen.

Die Verteilung der Mittel erfolgt nach Bedarf. Die maximale Förderung pro Veranstaltung betrĂ€gt 100.000 Euro in der Wirtschaftlichkeitshilfe und 8 Millionen Euro in der Ausfallabsicherung. Die Bewilligung erfolgt fĂŒr Veranstaltungen, die im Freistaat Sachsen stattfinden, durch die SAB und die Auszahlung der Hilfe ĂŒber die Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Um die kulturelle Vielfalt in ihrer ganzen Bandbreite zu unterstĂŒtzen, sind fĂŒr die Wirtschaftlichkeitshilfe auch Veranstalter in öffentlicher TrĂ€gerschaft berĂŒcksichtigt. Da diese jedoch staatlich abgesichert sind, ist fĂŒr öffentlich getragene Veranstalter der Baustein der Ausfallabsicherung ausgeschlossen.
Das Land Nordrhein-Westfalen wird fĂŒr alle LĂ€nder eine Hotline fĂŒr die Beantwortung von Fragen von Antragstellern zur VerfĂŒgung stellen. Die Telefonnummer lautet 0800-6648430. Die Hotline soll am 7. Juni 2021 an den Start gehen.

Mehr Informationen zum Sonderfonds Kulturveranstaltungen gibt es auf der Website der Bundesregierung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/buerokratieabbau/sonderfondskulturveranstaltung-1917654

Die Website des zentralen Antragsportals des Bundes wird in wenigen Tagen online gestellt.


Quelle: SĂ€chsische Staatsministerin fĂŒr Kultur und Tourismus